Separierung der Index-Konfiguration-Applikation 3.33/5 (3)

Ausgangssituation

Stoxx Ltd. berechnet und verteilt Indizes, die das Markt- und Handelsgeschehen an Aktien-, Anleihe- und Commodity-Märkten abbilden, u.a. die Marken DAX, Stoxx und SMI. Historisch war die Indexkonfiguration der DAX Familie im Projekt StatistiX der Deutschen Börse AG angesiedelt und wurde dort bis Anfang 2012 durch die integration-factory maßgeblich entwickelt, erweitert und betreut.
Mit der Ausgliederung des Index-Geschäftes und aller operativen Tätigkeiten dieses Geschäftsfeldes von der Deutschen Börse AG zur Stoxx Ltd. entstand die Anforderung zur Separierung der Index-Konfiguration-Applikation aus dem System StatistiX. Neben der Trennung von Mutter und Tochter sollte zusätzlich auch ein Release- und v.a. Technologie-Wechsel erfolgen.

Aufgabenstellung –

Separierung der Index-Konfiguration-Applikation

  • Vollständige Trennung der Index-Konfiguration-Applikation vom Data Warehouse StatistiX der Deutschen Börse AG
  • Identifizierung von Schnittmengen und Abhängigkeiten im Datenmanagement von StatistiX und Stoxx
  • Schaffung von Schnittstellen zum Datenaustausch
  • Durchführung und Begleitung eines einmonatigen Parallelbetriebs jedes Teilbereichs
  • Automatisierte Vergleiche der Prozesse und Umgebungen
  • Releasewechsel von Informatica 8.6.1 zu 9.1
  • Technologiewechsel von SUN Solaris 10 zu Red Hat Linux

Lösung

Die von integration-factory entwickelte Applikation Operational Metadata Analytics (OMA) bewährte sich erneut bei der Analyse der über die Jahre gewachsenen Prozesse. Es konnten alle  Abhängigkeiten und gemeinsamen Schnittstellen effizient identifiziert werden. Unterstützt wurde diese Analyse durch den Metadaten Manager aus der PowerCenter Advanced Edition, der zudem durch zwei durch die integration-factory entwickelten Custom Models erweitert wurde. Diese zwei Modelle halfen dabei, die Ablaufplanung mit BMC Control-M und den Versand von Berichten zu analysieren und in die Planung zu integrieren.

Die Umsetzung begann mit der Entwicklung eines Abgleichprozesses für die tägliche Übernahme der Stammdaten,  gefolgt von der Migration einzelner gekapselter Teilbereiche. Durch Auswertungen auf dem Informatica Repository konnten zahlreiche obsolete Mappings, Workflows und Lookups identifiziert und ausgeschlossen werden. Nach Überführung und Prüfung sämtlicher Prozesse, Skripte und Daten schloss sich eine Parallelphase an. Dieser erhöhte operative Aufwand konnte durch ein automatisiertes Vergleichsverfahren auf Kennzahlenebene auf ein Minimum reduziert werden.

Ergebnis

Durch eine mit Metadatengestützte Analyse konnten im Vorfeld Abhängigkeiten aufgezeigt und in die Planung des Projekts integriert werden. Dieser Vorsprung an Wissen verhalf integration-factory das Projekt zur vollsten Zufriedenheit des Kunden abzuschließen, ohne dabei Einfluss auf bestehende Prozesse oder den StatistiX Produktionsablauf zu nehmen.

Facts & Figures

  • Projektdauer: ca. drei Monate
  • Migration von ca. 1.900 Tabellen aus 30 Schemata
  • Datenvolumen von 2,5 TB strukturierter Daten
  • Automatisierte Vergleiche der Umgebungen
  • Technik: Operational Metadata Analytics (OMA) von integration-factory, Informatica Metadata Manager, PowerCenter 8.6.1 und 9.1, Oracle, BMC Control-M